Biographie

Linda Watson zählt zu den bedeutenden dramatischen Sopranen unserer Zeit.

 

Für Dezember 2015, ihr nächstes Debüt, erarbeitet sie sich derzeit die Partie der TURANDOT von Puccinis gleichnamiger Oper.

Zudem ist sie in diesem Jahr vornehmlich mit Partien des deutschen Fachs u.a. in Wien, Düsseldorf, Porto, Doha und Kopenhagen zu hören.

 

Ob im Wagner-Oeuvre als Interpretin aller BRÜNNHILDEn, der ISOLDE oder als Sängerin der großen Strauss-Partien wie der MARSCHALLIN, der FÄRBERIN, ARIADNE und allen voran ELEKTRA, verleiht Linda Watson den berühmten Figuren ihres Fachs neue, sensibel ausgearbeitete Facetten.

 

An der New Yorker MET unter James Levine oder als KUNDRY neben Placido Domingo in Los Angeles, als ORTRUD an der Mailänder Scala oder in der Wiener Staatsoper als ISOLDE mit Peter Seiffert - von Paris, über Tokio und Bayreuth bis Buenos Aires erstrecken sich die Einsatzorte der gefragten Künstlerin.

 

Von keiner anderen Sängerin liegen so viele, offizielle Ring-Einspielungen vor wie von Linda Watson, darunter sowohl die jüngste Bayreuther als auch die 2014 Grammy nominierte Wiener Gesamteinspielung unter Christian Thielemann.

 

Ihr ELEKTRA-Debüt in Baden-Baden, aufgenommen und als Blu ray erhältlich, erweiterte das Spektrum an Interpretationen der Titelpartie um eine noch nicht dagewesene, hoch verinnerlichte Deutung.

 

Mit der längsten Opernpartie der Welt, entwickelt aus der Zusammenfassung sämtlicher BRÜNNHILDEn der Wagner-Tetralogie, ersang sie sich in einer neunstündigen Opernvorstellung auf höchstem Niveau einen einzigartigen Rekord. Auch diese Leistung ist auf Film dokumentiert.

 

mit Leonard Bernstein

 

 

Dabei begann die aus San Francisco stammende Sängerin als Mezzosopranistin, die Ende der 80er Jahre von Leonard Bernstein nach Wien geholt wurde, um dort mit ihm sein „A quiet place“ zur Aufführung zu bringen. In der Folge erarbeitete sich Linda Watson ihr Mezzo-Repertoire vorwiegend in Deutschland mit Rollen wie AZUCENA in Verdis „Il trovatore“, der MARINA in Mussorgskis „Boris Godunov“ oder auch der BRANGÄNE in Wagners „Tristan und Isolde“

als Marina in  "Boris Godunov"

 

 

 

als Ariadne in  "Ariadne auf Naxos" .

 

 

Zwischen 1992 und 2005 stand Linda Watson als Ensemblemitglied zunächst in Leipzig unter Vertrag und später in der Deutschen Oper am Rhein, deren Spielstätten sich in Düsseldorf und Duisburg befinden. In diese Zeit fiel ihr Fachwechsel vom Mezzo zum Sopran, so dass man sie nun auch als MARSCHALLIN in „Der Rosenkavalier“ und ARIADNE in „Ariadne auf Naxos“ erleben konnte. Vor allem aber wurde Linda Watson zunehmend eine begehrte Wagner-Sängerin und neben KUNDRY in „Parsifal“ sowie ORTRUD in "Lohengrin" als BRÜNNHILDE in „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ eingesetzt

als Ortud in "Lohengrin" (Düsseldorf 1999)

 

 

als Kundry neben Domingo in "Parsifal" (MET-New York 2003) 

 

 

Linda Watsons außergewöhnliche KUNDRY-Interpretation erregte die Aufmerksamkeit Placido Domingos, der sie 2001 für die Rolle nach Barcelona holte, wo der Tenor an ihrer Seite den Parsifal sang.  Der Erfolg dieser künstlerischen Zusammenarbeit zwischen Linda Watson und Placido Domingo war so groß, dass beide zusammen auch in Madrid, Washington und Los Angeles auftraten. Außerdem ergab sich auf diese Weise Linda Watsons MET-Debüt in New York ebenfalls als KUNDRY an der Seite Placido Domingos. 1998 folgte sie einem Ruf zu den Bayreuther Festspielen, wo sie zunächst als KUNDRY in "Parsifal" auftrat, um ab 2005 die drei BRÜNNHILDE-Partien in  „Die Walküre“,  „Siegfried“ und „Götterdämmerung“  anlässlich der Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“ unter Christian Thielemann zu interpretieren.

 

Wolfgang Wagner gratuliert seiner Brünnhilde Linda Watson

 

 

 

Christian Thielmann

 

Dirigent Christian Thielemann dazu:

„Wir haben die beste Ring-Besetzung der Welt. (...) Linda Watson hat den richtigen, dunklen Klang, den ich mir für Brünnhilde wünsche.“

(Die Welt, 24.Juli 2006)

 

 

Neben Linda Watsons unverwechselbaren Timbre schätzen Dirigenten besonders die enorme Flexibilität ihrer Stimme und ihre hohe Musikalität, was in den letzten Jahren vermehrt zur Zusammenarbeit mit prägenden Künstlern wie

Claudio Abbado, Zubin Metha, Antonio Pappano, Christian Thielemann, Kent Nagano,

Christoph Eschenbach, Bertrand de Billy, Franz Welser-Möst, Jeffrey Tate, Gidon Kremer,

Jiri Kout, James Levine, Valery Gergiev, Daniele Gatti, James Conlon,

Heinz Fricke, Hartmut Haenchen

u.v.a.m. führte.